Susanne aus Tübingen

Tina York / Wir lassen uns das Singen nicht verbieten.

Es gibt im Leben sicher mehr Momente und Erinnerungen, die wir mit Musik in Verbindung bringen können, als wir im ersten Moment denken. Positive sowie auch negative. Für welchen persönlichen Herzschlag-Moment man sich entscheidet  hängt sicher von der Tageslaune ab.

Mit ca. 2,5 Jahren habe ich die Schlager-Musikkassetten meiner Mutter entwertet. Ich habe an den Bändern gezogen, bis ich in einem Haufen  Bandsalat saß,  und die Kassetten somit lahm gelegt. So war es  erstmals  vorbei mit Sieben Fässer Wein, Eine neue Liebe, Paloma Blanka, Hossa und der kleinen Eva.

Etwa 12 Jahre später, als ich die  7. Klasse besuchte, hatten wir in Englisch eine junge Referendarin. Die Gute hatte es nicht leicht mit uns,  vor allem mit ein paar Mädels. Wir gingen singend während des Unterrichts das Hitparade-Programm vom Vorabend durch. Die angehende Lehrerin bat uns höflich damit aufzuhören, aber in dem Alter fehlt dann doch eben der erforderliche Respekt und man testet seine Grenzen aus, wo es nur geht. Wir hörten jedoch nicht auf und so wurden wir  erneut darum gebeten mit der Singerei aufzuhören. Vermutlich hatte ich ein Déjà-vu und ich begann von Tina York   „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten…. „ zu singen. Die im Grunde sehr liebe Referendarin lief heulend aus der Klasse, als sie wieder hereinkam, bekam ich einen Eintrag ins Klassenbuch. Nach ein paar Tagen haben wir Mädels sie dann zuhause besucht und uns bei ihr entschuldigt.

Wären wir alle artig am Tisch gesessen, hätten wir heute keine Erinnerung die uns zum Schmunzeln bringt und wie singt die Tina so schön

… die Gute Laune muss der Mensch behüten….

Von | 2017-06-12T18:32:39+00:00 12. Juni 2017|